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Unvergessliche Erlebnisse im wunderschönen Rupertiwinkel

Im äußersten Südosten Bayerns, an der Grenze zum Nachbarland Österreich, liegt eine zauberhafte Kulturlandschaft die sich Rupertiwinkel nennt und zum Regierungsbezirk Oberbayern gehört. Der Rupertiwinkel erstreckt sich südlich des Chiemsees bis auf Höhenlagen von 827 Metern über dem Meeresspiegel. Hier befinden sich auch die beiden vielbesuchten Seen Waginger See und Tachinger See mit seinem weiträumigen Campingplatz. Seinen Namen erhielt der Rupertiwinkel zu Ehren des Heiligen Rupert. Er war der erste Bischof von Salzburg und wurde zu jener Zeit „Apostel der Baiern“ genannt. Diese wunderschöne Region liegt nördlich der Chiemgauer Alpen und wird vom Landkreis Altötting, dem Berchtesgadener Land, der Stadt Traunstein und der österreichischen Mozart-Metropole Salzburg begrenzt. Als bedeutende Flüsse fließen die Salzach, Saalach, Sur und die Götzinger Ache durch dieses Gebiet. Neben den beiden vorgenannten Seen gibt es im Rupertiwinkel noch den Abtsdorfer See, den Höglwörther See, den Fridolfinger See und den Leitgeringer See. Der höchste Berg des Rupertiwinkels ist der 1771 Meter hohe Hochstaufen bei Piding, gefolgt vom 1333 Meter hohen Teisenberg bei Teisendorf.
Den unwiderstehlichen Reiz des Rupertiwinkels machen seine sanften Hügel in märchenhaft schöner Landschaft, die bäuerliche Lebensart und die uralte, bis heute gelebte Kultur aus.

 

Naturschönheiten im Rupertiwinkel

Der Tourismus spielt im Rupertiwinkel eine tragende Rolle und so gibt es hier natürlich auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten anzuschauen. Durch diesen Landstrich zieht sich eine hohe Dichte an gut beschilderten Wanderwegen wie beispielsweise der Pidinger Klettersteig oder der Walderlebnispfad Meggenthal am Rampelsberg. Auch die Radfahrer finden herrliche Tourenstrecken vor, wie beispielsweise die Bajuwaren-Tour, die Rundtouren um den Waginger und Tachinger See, den Salzachtal-Weg oder die Radpilgertour Benediktweg, die zu Ehren des Papstes Benedikt XVI angelegt wurde, der einst im Rupertiwinkel aufgewachsen ist. Auch der 63 km lange Rupertiwinkel-Radrundweg von Piding über Anger, Höglwörth, Abtsdorfer See und über Freilassing zurück nach Piding führt an unzähligen Rupertiwinkel-Highlights vorbei. Als einer der wärmsten Seen Bayerns lädt der Abtsdorfer See im Sommer zum Baden ein, im Winter ist der See zugefroren und man kann darauf Schlittschuhlaufen. Auf dem Teisenberg führt ein aussichtsreicher Weg mit Blick über ganz Salzburg und die österreichischen Berge zur Stoißer Alm, den Mountainbiker sehr gerne nutzen.

 

Kultur und Tradition im Rupertiwinkel

Nur im Rupertiwinkel und im benachbarten Flachgau im Salzburger Land ist der traditionelle Brauch des Aperschnalzens beheimatet, welcher mit der so genannten „Goaßl“ durchgeführt wird. Dabei handelt es sich um eine Art Peitsche bestehend aus einem Holzstiel an den ein langes Hanfseil und Bast befestigt werden. Durch schnelle Bewegungen und Richtungsänderungen entsteht mit der Goaßl ein lauter Peitschenknall, den man Aperschnalzen oder Goaßlschnalzen nennt. Weiterhin halten unzählige Trachtenvereine das Brauchtum im Rupertiwinkel lebendig und jeder größere von ihnen besitzt sogar eine eigene Musikkapelle. Weiterhin gibt es hier die katholischen Burschenvereine, den Verein der Böllerschützen und die berühmten, furchteinflößenden Perchtenläufer mit ihren gruseligen, geschnitzten Holzmasken.

Im Kreise der Familie oder unter Freunden ist das gemeinsame Musizieren alpenländischer Volksmusik sehr verbreitet. Bereits über Generationen halten sich im Rupertiwinkel traditionelle Arbeitsweisen, die vom Federkielsticker bis zum Geigen-Bogenmacher reichen. Das facettenreiche Repertoire lässt sich in den beschaulichen Ortschaften direkt und hautnah erleben. Die Rupertiwinkler Landwirte verkaufen vielerorts selbstgemachten Käse, geräucherten Speck, Bauernbrot aus dem Steinbackofen und fruchtige Marmeladen direkt ab Hof.

Man stellt saisonal Maibäume auf, es gibt den Brauch des Peter und Paul Feuers und den beliebten Leonhardiritt. Man trägt noch stolz an Sonn- und Feiertagen die Miesbacher oder Berchtesgadener Tracht. Sehr bekannt ist auch der Historische Verein Rupertiwinkel e.V., der im Jahre 1964 gegründet wurde und seinen Sitz im historischen Laufen an der Salzach hat. Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den historischen Landschaftsraum des Rupertiwinkels, der bis zum Jahre 1803 noch zum Erzstift Salzburg gehörte, zu erforschen und die Kulturgüter der Heimat zu erhalten. Zweimal jährlich gibt der Historische Verein die interessante Zeitschrift „Salzfass“ mit Vereinsnachrichten und Forschungsbeiträgen heraus.

 
 

Rupertiwinkler Museen & Bauwerke

Das Bajuwarenmuseum in Waging am See sowie das Bauernhofmuseum bei Kirchanschöring sind sehenswerte volks- und kulturgeschichtliche Museen. Ein ebenso spannendes Eisenbahnmuseum besucht man mit der „Lokwelt Freilassing“, www.lokwelt.freilassing.de das in Kooperation mit dem Deutschen Museum in München betrieben wird.

Sehenswert ist auch die Burg Tittmoning im gleichnamigen Ort oberhalb der Salzach gelegen, die zudem zwei weitere Museen beherbergt, das Heimathaus und ein Gerbereimuseum. Das Städtchen Tittmoning selbst ist mit seinem großen Stadtplatz sehenswert, dort stehen noch Bürgerhäuser ehemals reicher Salzhändler, die im farbenfrohen „Inn-Salzach-Stil“ erbaut wurden. Am Fuße des Hochstaufens befindet sich das Schloss Staufeneck auf dem alljährlich ein Mittelaltermarkt stattfindet.

Bedeutende kunsthistorische Sakralbauten sind die Kirchen Weildorf bei Teisendorf, St. Leonhard am Wonneberg bei Waging am See, St. Coloman bei Tengling, St. Laurentius in Piding und St. Johann in Fridolfing. In Piding steht auf dem Johannishögl die St.-Johannnes-Kirche, von hier aus genießt man einen traumhaften Panoramablick. Ebenso sehenswert ist das Kloster Höglwörth bei Anger, das auf einer Halbinsel inmitten des wunderschönen Höglwörther Sees gelegen ist. In der Gemeinde Anger steht auf dem hübschen Dorfplatz die „Patrona Bavariae“ in Form einer vergoldeten Mariensäule. In Piding kann man die Milchwerke Berchtesgadener Land, den größten Arbeitgeber der Region besuchen. Dieser vermarktet sämtliche Erzeugnisse, die noch auf traditionelle Weise aus der köstlichen Bergbauernmilch gewonnen werden. In Oberdorf sollte man einmal die „Stille Nacht Kapelle“ besuchen, in der das weltberühmte Weihnachtslied am 24. Dezember 1818 uraufgeführt wurde.

 

Vielbesuchte Orte im Rupertiwinkel

Die ehemalige Salzhandels- und Schifferstadt Laufen gelangte einst durch den Schiffhandel zu Wohlstand, zumindest so lange, bis die Eisenbahn eingeführt wurde. Man bewundert in dem historischen Städtchen bis heute kleine Kunsthandwerksbetriebe, die Länderbrücke und weitere sehenswerte Brückenbauten sowie die berühmte Salzachschleife. Unzählige Vereine bieten ein weites Feld an verschiedensten Freizeitgestaltungsmöglichkeiten in und rund um Laufen an. Piding ist nicht nur das Tor zu den Berchtesgadener Alpen, es hat wie schon erwähnt auch das Schloss Staufeneck am Fuße des Hochstaufens gelegen zu bieten. Im bäuerlich geprägten Saaldorf-Surheim findet man gut ausgebaute und überregional bekannte Radwanderwege, viele Einkehrmöglichkeiten und auch das Aperschnalzen wird hier regelmäßig praktiziert. Schneizlreuth liegt direkt an der Alpenstraße und bietet sich für Wandertouren und Ausflüge in die Umgebung an. Am Fuße der Reiteralm liegt die imposante und spektakuläre Weißbachschlucht,  nach Durchwanderung der Schlucht erreicht man den gleichnamigen Ort Weißbach, der ebenfalls an der Alpenstraße gelegen ist. Eine verkehrsberuhigte Marktstraße mit liebevoll gestalteten Häuserfassaden lädt in Teisendorf ebenso zum Flanieren und Einkaufen ein, wie das Raiffeisen-Lagerhaus im Rupertiwinkel in der Laufener Straße 6. Zudem strahlen prachtvolle Bauernhäuser und Gärten in Teisendorf ein ganz besonderes Flair aus. Charme und Ambiente besitzt auch das Teisendorfer Wellness-Gut Edermann. Der Eisenbahnstadt Freilassing, welche direkt am Grenzübergang zu Österreich liegt, sollte man ebenfalls einen Besuch abstatten. Hier gibt es nicht nur die sehenswerte „Lokwelt Freilassing“ zu bewundern sondern auch die Marienkirche von 1637, die spätgotische katholische Pfarrkirche St. Rupert sowie das Stadt- und Vogelmuseum. Mit über 240 Geschäften stellt Freilassing auch das regionale Einkaufszentrum dar. Das 6.000 Einwohner zählende Städtchen Tittmoning besitzt nicht nur ein hübsches Schloss sondern auch eine  historische Altstadt in der sich ein großer Stadtplatz mit der größten Ansammlung von Häuserfassaden im Inn-Salzach-Stil befindet. Aber auch der historische Ortskern von Waging am See direkt an den Ufern des wärmsten Sees in Oberbayern gelegen, ist immer wieder einen Abstecher wert. 

 

Rupertiwinkel e.V.
Petersplatz 2
83451 Piding
Telefon: +49 (0)8651 - 3860
Telefax: +49 (0)8651 - 767936
E-Mail: info@_we_dont_like_spam_bgl-rupertiwinkel.de
Homepage: www.berchtesgadener-land.com/rupertiwinkel