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Idyllisches Malermotiv von Weltrang: Der Hintersee bei Ramsau

Romantischer Hintersee bei Ramsau
© Berchtesgadener Land Tourismus GmbH

Westlich vom Ortskern der kleinen oberbayerischen Gemeinde Ramsau im Berchtesgadener Land gelegen, befindet sich der 16,4 Hektar große Hintersee mit dem gleichnamigen Ramsauer Ortsteil. Das Dorf Hintersee mit seinen rund 100 Einwohnern ist eine der fünf Gnotschaften, die als Teilorte zu Ramsau gehören. In den Hintersee fließen der Toneckergraben, Antonigraben und der Hinterseegraben. Er liegt auf einer Höhenlage von knapp 790 Metern, besitzt eine Länge von 830 Metern und eine Breite von 480 Metern. Sein Umfang misst 2,5 Kilometer und seine maximale Tiefe beträgt 18 Meter. Selbst im Hochsommer erreicht die höchste Wassertemperatur des Hintersees nur ca. 15 bis 16 Grad Celsius.

 

Stimmung im „Malerwinkel“ rund um den See

Im Hintergrund des Sees ragt majestätisch das Hochkaltermassiv empor und da diese romantisch-idyllische Stimmung rund um den See schon viele berühmte Maler aus aller Welt anlockte, um ihre Kunstwerke mit diesen Motiven zu malen, wird die Region auch „Malerwinkel“ genannt. Der Hintersee liegt außerdem zu Füßen der 2.286 Meter hohen Reiter Alpe und ist bekannt für seine „Göllspiegelung“. Der 2.522 Meter Hohe Göll spiegelt sich auf spektakuläre Weise auf der Wasseroberfläche des Sees. Unterhalb des Berges mit dem klangvollen Namen „Edelweißlahnerkopf“ steht direkt am Seeufer die denkmalgeschützte Antonikapelle aus dem 17. Jahrhundert mit ihrem beeindruckenden Walmdach.

 

Entstehungsgeschichte des Hintersees und des Zauberwaldes

Vor rund 4000 Jahren gab es einen massiven Felssturz vom Blaueistal des Hochkalters kommend, der im Tal angekommen eine Fläche von 75 Hektar bedeckte. Dabei staute er den damaligen Klausbach zum heutigen Hintersee auf und schuf durch das herabstürzende Geröll und Gestein zeitgleich den märchenhaften Zauberwald, der bis heute erhalten geblieben ist. Die herabgestürzten Felsbrocken sind überwuchert von dicken Flechten und Moosen was dem Zauberwald seinen geheimnisvollen Touch verleiht. Von Ramsau aus kann man zu Fuß durch den Zauberwald gehen und auf diese Weise den bildschönen Hintersee erreichen. Da der See im Winter regelmäßig zufriert ist er auch in dieser Zeit ein begehrtes Ausflugsziel für Winterwanderer, Eisläufer und Eisstockschützen. Und gerade in der Winterzeit wird auch gerne eine rund 30minütige Wanderung zur Wildfütterung im Klausbachtal unternommen. 

 

Kultur pur am Hintersee

Nicht nur berühmte Maler wie Carl Rottmann, Ludwig Richter oder Friedrich Gauermann verewigten den Hintersee auf ihren Werken, er diente auch oftmals als Kulisse diverser Heimat- und Spielfilme. Alle vier Jahre findet hier unter großer Besucherbeteiligung das allseits beliebte Seefest statt. Im Rahmen der Nationalpark Festspiele wurde von Ludwig Ganghofer im Jahre 2010 die „Martinsklause“ als Freilichtaufführung am Hintersee inszeniert. Im denkmalgeschützten und idyllisch gelegenen Bauernhaus namens „Klausbachhaus“ ist seit dem Jahre 1995 die Informationsstelle des Nationalparks Berchtesgaden.de untergebracht. Darin befindet sich eine Lesestube für Kinder mit unzähligen Büchern über die vielfältigen Sagen und Mythen des Berchtesgadener Landes. Weiterhin gibt es dort ein Kasperltheater, eine spannende Multivisionsshow sowie des Öfteren wechselnde Kunstausstellungen auch zum Thema „Zauberwald am Hintersee“. Hier befindet sich auch ein traditioneller Bauern- und Schaugarten mit Nutz- und Zierpflanzen sowie einem Naturerlebnisgelände. Der 13,5 Kilometer lange Almerlebnispfad startet ebenfalls ab dem Klausbachhaus und führt gleich an drei Almen vorbei. Unzählige Lehrtafeln informieren interessierte Besucher über die Landwirtschaft in dieser herrlichen Bergregion.

 

Gastronomische Highlights rund um den Hintersee

Da ist an erster Stelle der traditionsreiche und denkmalgeschützte Gasthof Auzinger zu nennen. Er diente bereits im 19. Jahrhundert etablierten Künstlern der Malerkolonie am Hintersee als beliebte Anlaufstelle. Erstmals fand dieser historische Gasthof im Jahre 1389 urkundliche Erwähnung, als die so genannte „Taferne am Hintersee“ einem „Hansi Hinterseer“ per Erbrechtsbrief übergeben wurde.

Ein weiteres Traditionshaus seit dem Jahre 1937 ist der Gasthof Wörndlhof mit dem zugehörigen Alpenhof und seinem kleinen aber feinen „Musäum“. Köstliche Kuchen- und Tortenspezialitäten führt das Café Gelfart und auch das Gasthaus Seeklause ist ein vielbesuchtes Gastrohighlight am Hintersee. Natürlich ist nicht nur für das leibliche Wohl der Feriengäste bestens gesorgt, man kann ringsherum auch wohlig nächtigen und sich von dem einzigartigen Flair des Hintersees verzaubern lassen.

 

Der Hintersee als Ausgangsort für Wandertouren

Der romantisch in eine grandiose Naturlandschaft eingebettete Hintersee ist ein idealer Ausgangspunkt für Berg- und Wandertouren aber auch nur für genussreiche Spaziergänge entlang des malerischen Seeufers. Hinter jeder Biegung eröffnen sich hier wunderschöne Panoramablicke, die ihresgleichen suchen. Vom Hintersee ist auch der Aufstieg zum Blaueisgletscher, zur Haslalm, Bindalm und Ragertalm, auf den Steinberg und ins Klausbachtal möglich. Natürlich kann man vom Hintersee auch quer durch den geheimnisvollen Zauberwald mit seinen wild übereinander gestürzten Felsbrocken in den beliebten Touristenort Ramsau wandern, was rund eine Stunde in Anspruch nimmt. Ebenso könnte man dem Fußweg entlang der Ramsauer Ache flussaufwärts folgen, käme vorbei an Gletscherquellen und gelangte dann schließlich über die Marxenklamm zum Zauberwald. Ein anderer, ca. 3-4 Stunden andauernder Rückweg nach Ramsau führt über den Wartstein, vorbei an der anmutigen Wallfahrtskirche Kunterweg. Und die zahlreichen Almen, die auf der Wanderwegstrecke zum Hirschbichlpass liegen, können auch mit dem Almerlebnisbus erreicht werden.

Jeder Gast sollte sich eine Kur- und Gästekarte bei seinem Vermieter oder bei der Tourist-Information in Ramsau besorgen. Damit fährt man kostenfrei mit den regionalen Bussen und auch mit dem Almerlebnisbus, parkt zum halben Preis und genießt weitere Vergünstigungen.

 

Ein wahres Juwel in malerischer Landschaft

Ganz besonders mystisch wirkt der Hintersee am frühen Morgen, wenn noch der Bodennebel über dem Wasser schwebt und sich der Hohe Göll majestätisch auf der Wasseroberfläche wiederspiegelt. Aber auch tagsüber ist sein smaragdgrün schillerndes, glasklares Wasser umstanden von dunklen, rauschenden Wäldern ein wahrer Besuchermagnet. Es gibt für Spaziergänger einen bequemen und gut ausgeschilderten, rund 2 Kilometer langen Themenwanderweg, der rund um den See führt. Hierfür benötigt man weniger als eine Stunde Gehzeit.

 

Baden, Bootfahren & Angeln am Hintersee

Auf dem Hintersee kann man sowohl mit Tret- und Ruderbooten als auch mit dem Fährschiff „Annerl“ fahren. Auch das Angeln ist hier möglich, der bis zu 18 Meter tiefe Hintersee bietet perfekte Laich- und Lebensbedingungen insbesondere für Seesaiblinge und Bachforellen. Im Gasthaus Seeklause sowie beim Fischereiverein Berchtesgaden erhält man entsprechende Fischereikarten. Hartgesottene können in den warmen Sommermonaten im Hintersee auch Baden, wenn es ihnen nichts ausmacht, das der See auch dann nur mit höchstens 16 Grad „kaltem“ Wasser aufwarten kann.

 

Tourist-Information Ramsau
Im Tal 2
83486 Ramsau
Telefon: +49 (0)8657 - 988920
Telefax: +49 (0) 8657 - 772
E-Mail: info@_we_dont_like_spam_ramsau.de
Homepage: www.ramsau.de