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Wandertour zum nördlichsten Gletscher der Alpen und zur Blaueishütte

In schönster Kulisse, inmitten der Berchtesgadener Alpen liegt auf einer Höhenlage von 1.680 Metern unterhalb des Hochkaltermassivs die Blaueishütte. Dabei handelt es sich um eine Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins. Benannt wurde sie nach dem gleichnamigen, nördlichsten Alpengletscher „Blaueis“ der sich auf dem Gemeindegebiet von Ramsau befindet. Die Blaueishütte bietet müden Wanderern, die eine Übernachtungsmöglichkeit benötigen 20 Betten und 64 Bettlager. Ein so genannter Winterraum ist in der Alpenhütte nicht vorhanden, da sie nur während der Sommersaison bewirtschaftet wird - und das bereits ununterbrochen seit 1928 von der Familie Hang aus Ramsau. Vor allem wird die Hütte für Gruppenübernachtungen bei Kletterkursen in den Alpen genutzt.

 
 

Der Aufstieg zur Blaueishütte wird mit Genuss pur belohnt

Die Blaueishütte erreicht man in einer vergleichsweise leichten Wandertour von Ramsau und dessen Ortsteil Hintersee aus. Die rund 12 Kilometer lange Wegbeschaffenheit ist gut, man hat aber zum Teil ziemlich anstrengende Steigungen und Felsstufen zu überwinden. Die Wanderzeit beträgt ca. zweieinhalb bis drei Stunden und beide Touren führen an der unterhalb der Blaueishütte auf 1359 Metern befindlichen Schärtenalm vorbei. Auch diese wird nur im Sommer bewirtschaftet und so kann man sich schon auf dem Weg zur Alphütte in der Schärtenalm stärken und erfrischen. An der Blaueishütte angekommen genießt man zunächst einen spektakulären Rundumblick in die faszinierende Welt der Berge, auf den Blaueisgletscher und tief hinunter ins Tal. Anschließend kann man sich auch dort von der leckeren Hüttenküche verwöhnen lassen, wo nur regionale Produkte verwendet werden. Die Hüttenwirtsleute begeistern ihre Gäste immer wieder mit leckeren selbstgebackenen Kuchen und Torten zum Genuss in luftiger, aussichtsreicher Höhe.

 

Top Wanderrouten und Klettertouren von der Blaueishütte

Von der Blaueishütte aus kann man zu weiteren Wanderungen aufbrechen, beispielsweise vom Wimbachgries über die 2100 Meter hohe Eisbodenscharte oder von der Hochalmscharte zum Stanglahnergraben. Diese Touren haben jedoch einen weit höheren Schwierigkeitsgrad als der Anstieg von Ramsau und Hintersee zur Blaueishütte. Unbedingte Voraussetzungen für diese rund 5 Stunden andauernden Wanderungen sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Die Klettertouren in dieser Region führen oftmals zur so genannten „Blaueisumrahmung“ und weiter über die Blaueistürme zur Blaueisspitze. Die Blaueishütte selbst ist ein Stützpunkt für Felsausbildungskurse in den Alpen. Ganz in der Nähe der Hütte befindet sich außerdem ein Klettergarten und man kann rund um die Steinberghöhle und die Blaueishöhle zum Klettern gehen. Eine weitere sehr beliebte etwa 50 minütige Tour führt von der Blaueishütte direkt zum nördlichsten Gletscher der Alpen, zum Blaueisgletscher. Dieser Weg zieht sich jedoch gefühlt länger als das Auge zunächst glaubte, ausgetretene Trampelpfade sucht man hier vergebens, man muss sich seinen Weg über Kiesgeröll selber bahnen, was ziemlich an den Kräften zehrt. Das sollte vor Beginn der Gletschertour bedacht werden, da man denselben Weg auch wieder zurückgehen muss, was eine recht gute körperliche Kondition und sehr gutes, festes Schuhwerk erfordert.

 

Blaueishütte
DAV Berchtesgaden
Im Tal 106
83486 Ramsau
Telefon: +49 (0) 8657 - 271 (von Mai bis Oktober)
E-Mail: info@_we_dont_like_spam_blaueishuette.de
Webseite: www.blaueishuette.de