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Panoramaaussichten auf der Wandertour zum Watzmannhaus

Auf 1.930 Höhenmetern steht auf dem Falzköpfl und nördlich unterhalb des Watzmann-Hocheck Massivs bereits seit dem Jahre 1888 die Alpenvereinshütte Watzmannhaus. Die Hütte gehört dem Deutschen Alpenverein. Sie befindet sich in der kleinen oberbayerischen Gemeinde Ramsau und liegt inmitten des Nationalparks Berchtesgaden. Für Tages- und Übernachtungsgäste rund um den Watzmann ist die Alpenvereinshütte der wichtigste Anlaufpunkt. Sie besitzt 50 Betten im Zimmerlager, ein Matratzenlager, das 162 Personen beherbergen kann sowie einen Gruppenraum für bis zu 35 Personen. Mit jährlich rund 8.000 Übernachtungen zählt das Watzmannhaus zu den meistbesuchten Berghütten des Alpenvereins. Die Wasserknappheit, vor allem in besonders trockenen Sommern, stellte so hoch oben immer schon ein großes Problem dar. Deshalb wurde im Jahre 2006 eine grundlegende Sanierung durchgeführt, die das Watzmannhaus auf den neuesten Stand der Umwelttechnik brachte. Seither gibt es große Trinkwassertanks sowie eine umweltschonende Abwasser- und Energieversorgung.

 
 

Hüttenöffnung und Winterraum-Informationen

Von Mitte Mai bis Mitte Oktober ist die Hütte bewirtschaftet, für die Winterzeit steht ein Winterraum zur Verfügung, der für Wanderer von außen leicht zugänglich ist. Entweder ist er nicht abgesperrt oder man öffnet ihn mit einem Vereinsschlüssel des Alpenvereins. Als Selbstversorger kann man in so einem Winterraum auch übernachten, da sich dort Betten mit Decken, meist auch ein Holzofen mit Kaminholz, Solarlicht und ein Gaskocher mit Geschirr usw. befinden. Die Übernachtungsgebühr in so einem Winterraum wird per Aushang bekannt gemacht, man legt das Geld in eine Hüttenkasse oder überweist es nach der Rückkehr direkt an den Alpenverein. Das Watzmannhaus besitzt in seinem Winterraum 15 solcher Bettenlager. In den Alpen haben die meisten Alpenvereinshütten so einen Winterraum, der auch oft als Notunterkunft bei einem Wetterumschwung genutzt werden muss.

 

Wandermöglichkeiten in allen Schwierigkeitsgraden

Den 2.651 Meter hohen Watzmann-Hocheck Gipfel erreicht man über seine teilweise gesicherte Nordflanke in einer Gehzeit von etwa 2 Stunden. Zum höchsten Punkt des Watzmann Massivs, zur 2.713 Meter hohen Mittelspitze ist man rund 3 ½ Stunden unterwegs. Diese Touren sollten nur geübte Wanderer mit entsprechender Ausrüstung benutzen, diese Wege wurden mit dem Schwierigkeitsgrad I bis II eingestuft.

Leichte Wandermöglichkeiten auf den Watzmann bestehen vom Parkplatz Wimbachbrücke in Ramsau. Hierbei läuft man über die Stubenalm und die Mitterkaseralm in einer leicht zu bewältigenden Wandertour von ca. 4 Stunden. Eine weitere leichte Wanderung von ebenfalls 4 Stunden Länge bietet sich vom Gasthaus Hammerstiel in Schönau am Königssee. Dabei wandert man über das Schappbachtal und kommt ebenfalls an der Mitterkaseralm vorbei.

Eine mittelschwere Tour beginnt im Dorf Königssee und führt über die Klingeralm und die Kührointhütte zur Falzalm. Die Gehzeit beträgt hierbei rund 4 ½ Stunden. Ein anspruchsvoller Bergaufstieg führt von Sankt Bartholomä über den Rinnkendlsteig und die Kührointhütte zur Falzalm. Auf diesem Bergsteig ist man 5 Stunden unterwegs.

Nur wirklich langjährig erfahrene Bergsteiger sollten sich die Gipfel des Watzmann-Hocheck, die Mittel- und die Südspitze zusammen in einer Tour vornehmen und am Schönfeldgraben den Watzmann in einer hochalpinen Gratüberschreitung begehen. Auf der rund 8 bis 9 Stunden andauernden Wanderung kommt man auf 1.330 Höhenmetern auch an der Wimbachgrieshütte vorbei.

 

Allgemeine Infos zum Watzmannhaus

Der sehr gut beschilderte Aufstieg auf das Watzmannhaus ist relativ einfach zu bewältigen, man sollte ihn aber dennoch nicht unterschätzen. Man benötigt Kondition und ein wenig Bergerfahrung. Immerhin hat man einen Höhenunterschied von 1.158 Metern vom Tal aus zu überwinden. Bergprofis wagen sich oftmals an die nahezu senkrechte Watzmann Ostwand, was jedoch bereits zahlreiche Opfer gefordert hat. Deshalb wird der Watzmann im Volksmund auch „der Schicksalsberg“ genannt. In jedem Fall erfordern Wanderungen rund um den Watzmann Schwindelfreiheit und Trittsicherheit in ausgesprochen guten Bergwanderschuhen. Ein Rucksack mit Proviant und genügend Trinkwasser ist ohnehin obligatorisch, auch eine starke Taschenlampe sollte man immer dabei haben, besonders auf längeren Bergtouren, wo man vom Einbruch der Dämmerung überrascht werden könnte.

Das Watzmannhaus ist ein idealer Ausgangspunkt für weitere Wandertouren auf einen der vielen Gipfel des Watzmann-Massivs. Belohnt wird man allerorts mit traumhaften Panorama- und Fernsichten. Laut einer Umfrage des Magazins BERGSTEIGER gilt der Watzmann sogar als „schönster Berg der Welt!“  

Reservierungen für das Watzmannhaus in Ramsau bei Berchtesgaden tätigt man unter der Telefonnummer: +49 (0) 8652 - 964 222.